Der medizinische Begriff Bruxismus
Der medizinische Begriff Bruxismus stammt aus dem Griechischen und bedeutet wörtlich „Zähneknirschen“. Das unbewusste Aufeinanderpressen der Zähne tritt häufig in der Nacht auf und kann langfristig zu verschiedenen Beschwerden führen.
In meiner Praxis für Psychotherapie in Stuttgart unterstütze ich Menschen mit Zähneknirschen dabei, die Ursachen zu erkennen und gezielte Strategien zur Reduzierung und Prävention zu entwickeln.
Folgen von Zähneknirschen
Zähneknirschen nachts führt oft zu einem vorzeitigen Verschleiß der Zähne sowie zu einer Überlastung der Zahnhalteapparate. Langfristig kann es das Kiefergelenk und die Kaumuskulatur beeinträchtigen. Auch Muskelgruppen, die zur Stabilisierung des Kopfes dienen, können unter der ständigen Anspannung leiden.
Knirscherschiene, Physiotherapie oder Psychotherapie?
Eine erste Maßnahme kann eine sogenannte Knirscherschiene (Aufbissschiene) sein. Auch Physiotherapie oder Massagen der betroffenen Kiefermuskulatur können helfen. Da Bruxismus-Symptome oft mit innerer Anspannung und Stress zusammenhängen, empfiehlt es sich jedoch, die Ursachen genauer zu betrachten.
Die psychische Komponente spielt dabei eine zentrale Rolle. Häufig ist Zähneknirschen beim Schlafen eine unbewusste Reaktion auf belastende Gedanken, emotionale Anspannung oder unterdrückte Gefühle. Deshalb ist es sinnvoll, Stressoren zu identifizieren und den Umgang mit ihnen gezielt zu verbessern.
Kognitive Verhaltenstherapie bei Zähneknirschen
Die kognitive Verhaltenstherapie bietet hier einen wirkungsvollen Ansatz. Sie hilft Ihnen, systematisch herauszufinden, an welchen Stellen Sie im Alltag „die Zähne zusammenbeißen“ müssen. Außerdem zeigt sie Ihnen, was Sie dagegen tun können.
Zusätzlich stellt sich die Frage: Welche Situationen führen zu Frust oder Ärger, den Sie möglicherweise nicht ausdrücken? Bruxismus dient oft als unbewusstes Ventil für unterdrückte Emotionen. Die gezielte Auseinandersetzung mit diesen Themen kann helfen, das nächtliche Zähneknirschen zu reduzieren.
Entspannungsverfahren: Progressive Muskelentspannung und Atemtechniken
Zur Unterstützung kann das Erlernen eines körperbasierten Entspannungsverfahrens helfen, Verspannungen frühzeitig zu erkennen und entgegenzuwirken. Besonders die Progressive Muskelentspannung nach Edmund Jacobson (PME) gilt als bewährte Methode.
Diese Methode fördert die bewusste Wahrnehmung muskulärer Anspannung und ermöglicht eine gezielte Entspannung. Regelmäßig angewendet, verbessert sie das Körperbewusstsein und reduziert das allgemeine Stressniveau – ein wichtiger Schritt zur Reduzierung von Zähneknirschen.
Zähneknirschen behandeln in meiner Praxis
In meiner Psychotherapie-Praxis in Stuttgart helfe ich Ihnen, die Ursachen des Zähneknirschens zu erkennen. Gemeinsam erarbeiten wir Wege, um diese gezielt anzugehen. Gemeinsam entwickeln wir Strategien, um Stress zu reduzieren und Anspannung zu lösen. Dabei kombiniere ich kognitive Verhaltenstherapie mit bewährten Entspannungsverfahren wie der Progressiven Muskelentspannung. So lassen sich langfristige Veränderungen erzielen, die nicht nur das Zähneknirschen nachts verringern, sondern auch das allgemeine Wohlbefinden verbessern.
Honorar für die Behandlung
Das Honorar für die Sitzungen richtet sich nach der Dauer und Art der Behandlung. Die Kosten für eine therapeutische Begleitung bei Bruxismus trägt in der Regel der Klient selbst. Vorab lässt sich klären, ob private Krankenkassen eine anteilige Erstattung ermöglichen.