
Psychosomatik
Psychosomatik als Zusammenspiel von Körper und Emotionen
Wenn der Körper leidet, beeinträchtigt dies oft auch die Psyche. Psychosomatik beschreibt, wie psychosomatische Beschwerden auftreten, wenn emotionale Belastungen sich körperlich äußern. Eine psychosomatische Erkrankung entsteht oft durch Stress, Ängste oder ungelöste Konflikte. Umgekehrt wirken sich emotionale Belastungen wie Angst, Traurigkeit, Wut oder Einsamkeit auf den Körper aus.
Alltäglicher Stress führt häufig zu körperlichen Symptomen, da Gehirn und Körper in ständiger Resonanz stehen. Diese Verbindung spielt eine entscheidende Rolle bei der Entstehung und Aufrechterhaltung psychosomatischer Beschwerden. Psychosomatische Symtome zeigen sich auf vielfältige Weise, sei es durch Schmerzen, Verdauungsprobleme oder andere körperliche Beschwerden.
In meiner Praxis für Psychotherapie in Stuttgart unterstütze ich Sie bei der Behandlung psychosomatischer Beschwerden.
Was ist Psychosomatik?
Der Begriff Psychosomatik setzt sich aus den Wörtern „Psyche“ (Seele) und „Soma“ (Körper) zusammen. Er beschreibt das Zusammenspiel zwischen emotionalen Prozessen und körperlichen Beschwerden.
Bleibt eine psychosomatische Störung trotz medizinischer Untersuchungen ungeklärt und besteht länger als sechs Monate, wird sie von Ärzten als solche diagnostiziert. Viele Betroffene suchen über Jahre verschiedene Ärzte auf, ohne eine greifbare Diagnose zu erhalten. Viele Betroffene empfinden die Beschwerden als real und belastend. Doch ohne eine klare körperliche Ursache wachsen Verzweiflung und Hilflosigkeit.
Viele Menschen halten psychosomatische Beschwerden für eingebildet oder übertrieben. Dieses Vorurteil erschwert den Betroffenen den Zugang zu Verständnis und angemessener Hilfe. Diese Symptome entstehen nicht im Kopf. Sie sind real, beeinträchtigen das Wohlbefinden und erschweren den Alltag.
Die Ursache vieler psychosomatischer Krankheitsbilder liegt meist in einem Zusammenspiel aus emotionalen, sozialen und körperlichen Faktoren. Eine ganzheitliche Analyse ist daher essenziell für eine erfolgreiche Behandlung psychosomatischer Krankheitsbilder und zur gezielten Therapie einer psychosomatischen Krankheit.
Zur Behandlung den Blickwinkel erweitern
Körper und Psyche beeinflussen sich gegenseitig. Chronisch anhaltende Emotionen wirken sich direkt auf den Körper aus. Umgekehrt beeinträchtigen anhaltende körperliche Beschwerden das seelische Wohlbefinden.
Oftmals entsteht ein Teufelskreis: Emotionale Belastungen verstärken körperliche Symptome, die zusätzlichen Stress auslösen. Bleibt dieser Kreislauf bestehen, verfestigen sich die Beschwerden.
Frühzeitiges Erkennen hilft, langfristige Belastungen zu vermeiden. Somit ist es wichtig, nicht nur körperliche, sondern auch psychische Ursachen zu betrachten.
Auslöser psychosomatischer Beschwerden
Psychosomatische Beschwerden haben vielfältige Ursachen. Nicht selten entstehen sie, wenn Lösungsstrategien nicht ausreichen, um belastende Situationen zu verarbeiten. Überforderung, langanhaltender Stress oder emotionale Konflikte verstärken körperliche Symptome.
Typische Auslöser sind:
- Unzureichende Bewältigungsstrategien
- Genetische, biologische oder soziale Faktoren
- Lang anhaltender Stress oder soziale Belastungen
- Unverarbeitete oder verdrängte Konflikte
- Lebenskrisen und schwierige Lebensumstände
- Chronische körperliche Beschwerden mit psychischen Auswirkungen
- Emotionale Belastungen wie Angst, Trauer oder Einsamkeit
- Traumatische Erfahrungen oder tiefergehende Kränkungen
- Dauerhafte Überforderung, Hilflosigkeit oder Schuldgefühle
Ein ganzheitlicher Blick hilft, Zusammenhänge zu erkennen und gezielt gegenzusteuern.
Psychosomatik – häufige Symptome
Psychosomatische Beschwerden äußern sich vielfältig. Zur Abklärung bedarf es einer gründlichen Anamnese. Häufig treten folgende Symptome auf:
- Verdauungsprobleme: Reizdarm, Durchfall, Magen-Darm-Beschwerden, Übelkeit, Erbrechen
- Kopf- und Nervensystembeschwerden: Migräne, Kopfschmerzen, Tinnitus, Schwindelgefühl
- Herz-Kreislauf-Probleme: Herzrasen, Herzbeschwerden, Kreislaufprobleme, Druckgefühle in der Brust
- Muskuläre Beschwerden: Schmerzen in Rücken, Schultern, Armen oder Beinen
- Chronische Erschöpfung und Müdigkeit
Unbehandelte psychosomatische Beschwerden
Bleiben psychosomatische Beschwerden unbehandelt, verschlimmern sie sich oft mit der Zeit. Der Körper reagiert weiterhin auf psychische Belastungen, wodurch sich Symptome verstärken oder neue hinzukommen.
Frühzeitiges Erkennen der Ursachen und die Entwicklung passender Lösungsstrategien erleichtern die Behandlung der Beschwerden. Halten körperliche Symptome ohne erkennbare organische Ursache länger als sechs Monate an, empfiehlt sich eine psychotherapeutische Abklärung.
Mein Ansatz zur Behandlung psychosomatischer Beschwerden
In meiner Praxis für Psychotherapie liegt ein besonderer Schwerpunkt auf der Behandlung psychosomatischer Beschwerden. Diese Art von Beschwerden erfordert einen ganzheitlichen Ansatz, der die komplexen Wechselwirkungen zwischen Körper, Geist und sozialen Faktoren berücksichtigt.
Ausführliche Anamnese als Ausgangspunkt
Eine ausführliche Anamnese spielt eine zentrale Rolle bei der Behandlung psychosomatischer Störungen. Sie bildet die Grundlage für eine effektive Diagnostik und Therapie und ist ein wichtiger Bestandteil im Ablauf der Psychotherapie.
Ganzheitliches Verständnis der psychosomatischen Beschwerden
Psychosomatische Beschwerden sind komplex und umfassen sowohl körperliche als auch psychische Komponenten. Eine ausführliche Anamnese hilft dabei, ein vollständiges Bild zu erhalten. Dazu gehören:
- Identifizierung der auslösenden Faktoren: Die Anamnese kann mögliche Auslöser oder verstärkende Faktoren wie Stress, emotionale Konflikte oder traumatische Erlebnisse aufdecken.
- Erfassung der Lebensgeschichte: Die Lebensgeschichte liefert wertvolle Hinweise auf Muster und Auslöser von Beschwerden, einschließlich familiärer Hintergründe, beruflicher Belastungen und sozialer Beziehungen.
Eine umfassende Anamnese dient als Grundlage für einen individuellen Behandlungsplan, der sich an den spezifischen Bedürfnissen orientiert.

Psychotherapeutische Therapieformen
Die Ursachen und Auslöser psychosomatischer Beschwerden sind vielfältig. Verschiedene Therapieformen ermöglicht eine individuellere Anpassung an Ihre Bedürfnisse und Lebensumstände.
Vorteile eines Methoden-Mixes:
- Verschiedene Ebenen ansprechen: Psychosomatische Beschwerden betreffen sowohl den Körper als auch die Psyche. Ein Methoden-Mix kann verschiedene Ebenen ansprechen, um kognitive, emotionale und körperliche Aspekte zu berücksichtigen.
- Erhöhung der Wirksamkeit: Ein Methoden-Mix kann effektiver sein als die Anwendung einer einzelnen Methode. Die Kombination verschiedener Techniken kann die Gesamtwirksamkeit der Behandlung erhöhen und die Behandlungsdauer verkürzen.
- Ganzheitlicher Ansatz:Ein Methoden-Mix ermöglicht eine umfassende Therapie, die verschiedene Aspekte Ihres Anliegens einbezieht.
Ein psychotherapeutischer Methoden-Mix ermöglicht eine flexible, umfassende und effektive Behandlung psychosomatischer Beschwerden.
Überblick über Therapieansätze:
Es gibt eine Vielzahl hilfreicher Therapieansätze zur Behandlung psychosomatischer Beschwerden. Hier ist ein Überblick über meine Therapieansätze:
Vorteile eines Methoden-Mixes:
- Kognitive Verhaltenstherapie (KVT): Diese Methode wirkt bei psychosomatischen Störungen, da sie die Wechselwirkungen zwischen Gedanken, Gefühlen, Verhalten und körperlichen Reaktionen betrachtet. Ziel ist es, diese Zusammenhänge zu verstehen und gezielt zu verändern.
- Emotionsbezogene Psychotherapie: Dieser Ansatz konzentriert sich auf das Erkennen, Verstehen und Verarbeiten von Emotionen. Da psychosomatische Beschwerden häufig mit unverarbeiteten oder unterdrückten Emotionen zusammenhängen, kann dieser Therapieansatz besonders hilfreich sein.
- Gesprächstherapie: Gedanken und Gefühle frei ausdrücken können, ohne Angst vor Verurteilung oder Kritik. Die Zusammenhänge zwischen Gefühlen, Gedanken und körperlichen Symptomen verstehen.
- Tiefenpsychologisch fundierte Therapie: Sie eignet sich gut zur Behandlung psychosomatischer Beschwerden, da sie unbewusste Konflikte und emotionale Probleme aufdeckt. Diese können körperliche Symptome verursachen oder verstärken.
- Achtsamkeitsbasierte Therapien: Diese Methoden fördern eine bessere Emotionsregulation und helfen, Emotionen bewusster wahrzunehmen. Sie verbessern das Körperbewusstsein und reduzieren Stress – einen häufigen Auslöser oder Verstärker psychosomatischer Symptome.
- Stressmanagement: Ein effektives Stressmanagement ist ein wichtiger Bestandteil der Psychosomatik-Behandlung, da Stress die Entstehung und Aufrechterhaltung von Symptomen maßgeblich beeinflusst. Durch gezielte Maßnahmen kann die körperliche und psychische Belastung reduziert werden.
- Psychoedukation: Verbessert das Verständnis für die Zusammenhänge zwischen Körper und Psyche. Patienten lernen, wie psychische Faktoren wie Stress, Angst und unverarbeitete Emotionen körperliche Symptome beeinflussen können.
- Körperliche Entspannungstechniken: Progressive Muskelentspannung (PME) und Atemtechniken sind wirksame Methoden zur Behandlung psychosomatischer Beschwerden. Sie zielen darauf ab, den Körper zu entspannen, Stress abzubauen und das allgemeine Wohlbefinden zu verbessern. Die Kombination von PME und Atemtechniken kann besonders wirksam sein.
Ein psychotherapeutischer Methoden-Mix ermöglicht eine flexible, umfassende und effektive Behandlung psychosomatischer Beschwerden.
Honorar und Kostenübernahme
In meiner Praxis für Psychotherapie in Stuttgart richtet sich das Angebot an Selbstzahler und Privatversicherte. Privatversicherte klären bitte die Kostenübernahme direkt mit ihrer Krankenkasse. Gesetzliche Krankenkassen übernehmen die Kosten nicht.
Selbstzahler profitieren von einer flexiblen Terminvergabe ohne lange Wartezeiten. Zudem bleiben alle Daten vertraulich, da keine Informationen an Versicherungen weitergegeben werden. Das Honorar für die Sitzungen richtet sich nach den individuellen Vereinbarungen und wird vorab transparent besprochen.